Lesungen Herbst 2008
Dieser Herbst bringt eine Fülle an Literarischen Veran- staltungen. Das derzeit (zum siebzehnten Mal) stattfindende Lesefest "Rund um die Burg" (welches anzukündigen ich -ein Fehler!- unterlassen habe) macht dafür den Anfang.
Am 24. Oktober ruft dann die Kriminacht zum nächtlichen Kaffeehausbesuch auf. Veranstaltet werden hier Krimilesungen in eben genannten Lokalen- übrigens nicht nur in Wien, sondern auch in 9. anderen Städten Osteuropas.
Der November bringt dann mit der Buch Wien (20-23.11., Messegelände) neben genannter Büchermesse auch die Lesefestwoche (17-23. 11.).
Am Dienstag, den 23.9.08, stellt Michael Köhlmeier um 19Uhr30 in der Buchhandlung Kuppitsch (Schottengasse, U2 Schottentor) sein neues Buch "Idylle mit ertrinkendem Hund" vor, dessen Inhalt irgendwo nahe an einer autobiographischen Erzählung angesiedelt ist. Den Inhalt stellt der Zsolnay-Verlag wie folgt vor:
Alter Rhein. Zwei Männer spazieren am Ufer entlang, ins Gespräch vertieft. Es ist tiefer Winter, die Seitenarme des Flusses sind zugefroren, doch der Föhn spielt Frühling, es taut. Von weitem sehen die beiden einen großen schwarzen Hund über das Eis auf sie zulaufen. Plötzlich bricht er ins Eis ein. Der Hund kämpft um sein Leben. Einer der Männer holt Hilfe. Der andere, er ist Schriftsteller, bleibt alleine mit dem Hund. Er bricht einen großen Ast von einer Weide und kriecht auf diesem zu dem Hund. Er fasst ihn an den Vorderläufen. Der Hund verbeißt sich in seinem Ärmel. Er wird den Hund nicht retten können. Doch der Tod hat vor einigen Jahren eine so tiefe Wunde in sein Herz geschlagen, dass er ihm unter keinen Umständen dieses Leben überlassen will. Er hält den Hund verzweifelt fest, auch als der sich schon längst nicht mehr rührt. Michael Köhlmeier kann, was nicht viele können: in einer ganz kleinen Geschichte eine ganz große erzählen. (zsolnay.at)
Am 8.Oktober um 19.30Uhr liest dann ebendort Johannes Gelich aus seinem Roman "Der afrikanische Freund". Mit folgendem Kurztext präsentiert der Verlag das Buch:
Eher unfreiwillig ist der namenlose Ich-Erzähler in seine Geburtsstadt gekommen: Er muss sich um die Beerdigung seines Vaters kümmern. Große Gefühle stellen sich nicht ein; er ist ein Fremder in dieser Stadt.
Da trifft er zufällig Max, einen alten Schulkameraden, der ihn auf seine Burg einlädt, wo er mit Freunden das alljährliche »Weekend« vor Beginn der Festspiele veranstaltet. Es gibt keinen Grund, das abzulehnen. Und so nimmt das unheimliche Treiben im Kellergewölbe der Burg seinen Lauf: Alkohol fließt in Strömen, Prostituierte werden bestellt, Hugo, ein Starkoch aus Reykjavik, serviert obszöne mittelalterliche Speisen, ein großes Fressen hebt an.
Plötzlich läutet ein Mann an der Tür, den die Gruppe wegen seiner Hautfarbe sofort für einen Drogendealer hält und den man übermütig zum Essen einlädt. Als sich der Fremde als Bibelverkäufer entpuppt, eskaliert die Situation und der betrunkene Burgherr wird hemmungslos aggressiv. Niemand hilft, auch nicht, als längst unabweisbar klar ist, dass das zwingend notwendig wäre. Nach und nach verwandelt sich die Burg in ein grauenhaftes Gefängnis, aus dem es für alle Beteiligten kein Entrinnen zu geben scheint.
Johannes Gelich hat ein morbides Kammerspiel inszeniert, das mit bohrender Intensität unser Selbstverständnis in Frage stellt. (wallstein-verlag.de)
Am Tag danach spricht Norbert Gstrein in der Alten Schmiede (Schönlaterngasse, 1. Bezirk) über und liest aus seinem Roman "Die Winter im Süden".
Ebendort findet dann am 27.10. aus der Reihe "Wiener Vorlesungen" der erste Teil der Vorlesungsreihe "Die Stadt und die Literatur- Der Teil und das Ganze" statt.
Eines der Highlights (wie ich finde) folgt dann am 30. Oktober in den Vier Neuen Sälen (die ich leider im Internet nirgends gefunden habe): Michael Köhlmeier liest mit musikalischer Begleitung von Harry Stojka (jazzy and gipsy music) Märchen der Sinti und Roma. Das kostet denn aber Eintrittsgeld, und zwar €27/21/5.
Also dann, vielleicht war ja hier was für euch dabei. Ihr könnt bei Interesse auch das Rund um die Burg-Special des Magazins "Buchkultur" oder deren Internet-Literaturkompass nutzen.
Am 24. Oktober ruft dann die Kriminacht zum nächtlichen Kaffeehausbesuch auf. Veranstaltet werden hier Krimilesungen in eben genannten Lokalen- übrigens nicht nur in Wien, sondern auch in 9. anderen Städten Osteuropas.
Der November bringt dann mit der Buch Wien (20-23.11., Messegelände) neben genannter Büchermesse auch die Lesefestwoche (17-23. 11.).
Am Dienstag, den 23.9.08, stellt Michael Köhlmeier um 19Uhr30 in der Buchhandlung Kuppitsch (Schottengasse, U2 Schottentor) sein neues Buch "Idylle mit ertrinkendem Hund" vor, dessen Inhalt irgendwo nahe an einer autobiographischen Erzählung angesiedelt ist. Den Inhalt stellt der Zsolnay-Verlag wie folgt vor:
Alter Rhein. Zwei Männer spazieren am Ufer entlang, ins Gespräch vertieft. Es ist tiefer Winter, die Seitenarme des Flusses sind zugefroren, doch der Föhn spielt Frühling, es taut. Von weitem sehen die beiden einen großen schwarzen Hund über das Eis auf sie zulaufen. Plötzlich bricht er ins Eis ein. Der Hund kämpft um sein Leben. Einer der Männer holt Hilfe. Der andere, er ist Schriftsteller, bleibt alleine mit dem Hund. Er bricht einen großen Ast von einer Weide und kriecht auf diesem zu dem Hund. Er fasst ihn an den Vorderläufen. Der Hund verbeißt sich in seinem Ärmel. Er wird den Hund nicht retten können. Doch der Tod hat vor einigen Jahren eine so tiefe Wunde in sein Herz geschlagen, dass er ihm unter keinen Umständen dieses Leben überlassen will. Er hält den Hund verzweifelt fest, auch als der sich schon längst nicht mehr rührt. Michael Köhlmeier kann, was nicht viele können: in einer ganz kleinen Geschichte eine ganz große erzählen. (zsolnay.at)
Am 8.Oktober um 19.30Uhr liest dann ebendort Johannes Gelich aus seinem Roman "Der afrikanische Freund". Mit folgendem Kurztext präsentiert der Verlag das Buch:
Eher unfreiwillig ist der namenlose Ich-Erzähler in seine Geburtsstadt gekommen: Er muss sich um die Beerdigung seines Vaters kümmern. Große Gefühle stellen sich nicht ein; er ist ein Fremder in dieser Stadt.
Da trifft er zufällig Max, einen alten Schulkameraden, der ihn auf seine Burg einlädt, wo er mit Freunden das alljährliche »Weekend« vor Beginn der Festspiele veranstaltet. Es gibt keinen Grund, das abzulehnen. Und so nimmt das unheimliche Treiben im Kellergewölbe der Burg seinen Lauf: Alkohol fließt in Strömen, Prostituierte werden bestellt, Hugo, ein Starkoch aus Reykjavik, serviert obszöne mittelalterliche Speisen, ein großes Fressen hebt an.
Plötzlich läutet ein Mann an der Tür, den die Gruppe wegen seiner Hautfarbe sofort für einen Drogendealer hält und den man übermütig zum Essen einlädt. Als sich der Fremde als Bibelverkäufer entpuppt, eskaliert die Situation und der betrunkene Burgherr wird hemmungslos aggressiv. Niemand hilft, auch nicht, als längst unabweisbar klar ist, dass das zwingend notwendig wäre. Nach und nach verwandelt sich die Burg in ein grauenhaftes Gefängnis, aus dem es für alle Beteiligten kein Entrinnen zu geben scheint.
Johannes Gelich hat ein morbides Kammerspiel inszeniert, das mit bohrender Intensität unser Selbstverständnis in Frage stellt. (wallstein-verlag.de)
Am Tag danach spricht Norbert Gstrein in der Alten Schmiede (Schönlaterngasse, 1. Bezirk) über und liest aus seinem Roman "Die Winter im Süden".
Ebendort findet dann am 27.10. aus der Reihe "Wiener Vorlesungen" der erste Teil der Vorlesungsreihe "Die Stadt und die Literatur- Der Teil und das Ganze" statt.
Eines der Highlights (wie ich finde) folgt dann am 30. Oktober in den Vier Neuen Sälen (die ich leider im Internet nirgends gefunden habe): Michael Köhlmeier liest mit musikalischer Begleitung von Harry Stojka (jazzy and gipsy music) Märchen der Sinti und Roma. Das kostet denn aber Eintrittsgeld, und zwar €27/21/5.
Also dann, vielleicht war ja hier was für euch dabei. Ihr könnt bei Interesse auch das Rund um die Burg-Special des Magazins "Buchkultur" oder deren Internet-Literaturkompass nutzen.
Tarass - 20. Sep, 10:53





