Lustig zu wissen...
... sind jene Dinge, die in Jürgen Neckams "Das merkwürdige Leben der Literaten" versammelt sind. In allerkürzesten Bemerkungen werden ebenso skurrile wie interessante Begebenheiten und Details erwähnt:
So etwa dass ...
... es tatsächlich einen Isländischen Literaturnobelpreisträger, nämlich Halldór Laxness, gibt. Dieser hatte aber damals einiges Pech mit Tantiemen, die ihm in der Sowjetunion zustanden, denn es war unter Stalin verboten, Geld auszuführen. Letzendlich verblieb das Geld auf einem sowjetischen Konto, von dem es nach zehn Jahren ohne Kontobewegungen an den Sowjetischen Staat fiel. Der Autor erfuhr davon, als er das Geld elf Jahre nach der Deponierung beheben wollte.
... André Gide als Lektor des Gallimard-Verlages den ersten Band von Marcel Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" ablehnte.
... Nikolai Gogols Tote Seelen leider aus folgendem Grunde unveröffentlich vorliegen: der Autor verbrannte das Manuskript des zweiten Teils zehn Tage vor seinem Tod, da er es, einem religiösen Wahn verfallen, als Gotteslästerung empfand.
... Stendhal insgesamt 32 Testamente hinterließ.
... Peter Altenberg Werbetexte für Abführmittel verfasst hat.
... sowohl Graham Greene als auch Ian Fleming und John Le Carré vor ihrer Karriere als Schriftsteller für Geheimdienste gearbeitet haben.
... Jules Verne, der berühmte Verfasser großer Abenteuerromane, mit elf Jahren bereits heimlich per Schiff nach Indien ausreißen wollte, was jedoch von seinem Vater schließlich noch verhindert wurde. Verne befand sich aber bereits auf dem Schiff.
... sich Thomas Bernhard aufgrund einer Ungeschicklichkeit beim Zersägen eines Baumes auf seinem Bauernhof einmal fast das Bein mit einer Motorsäge abgeschnitten hätte. Er trug bei dem Unfall eine tiefe Schnittwunde davon.
... Karl Kraus im Ersten Weltkrieg anstatt der zensurierten Stellen in der Fackel einfach leere Stellen stehen ließ, was ihm später ebenfalls verboten wurde.
... Alexandre Dumas kurzerhand einen Stotterer in einen Roman einfügte, als der Herausgeber jener den Roman erstveröffentlichenden Zeitung beschloss, ihn nach der Anzahl der Silben zu bezahlen.
Dies und vieles vieles mehr von dieser Art könnt ihr wie gesagt in diesem schönen Büchlein nachlesen:
Jürgen Neckam
Das merkwürdige Leben der Literaten
Residenz Verlag
Gebunden, 144 Seiten
€4,90 [A]
So etwa dass ...
... es tatsächlich einen Isländischen Literaturnobelpreisträger, nämlich Halldór Laxness, gibt. Dieser hatte aber damals einiges Pech mit Tantiemen, die ihm in der Sowjetunion zustanden, denn es war unter Stalin verboten, Geld auszuführen. Letzendlich verblieb das Geld auf einem sowjetischen Konto, von dem es nach zehn Jahren ohne Kontobewegungen an den Sowjetischen Staat fiel. Der Autor erfuhr davon, als er das Geld elf Jahre nach der Deponierung beheben wollte.
... André Gide als Lektor des Gallimard-Verlages den ersten Band von Marcel Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit" ablehnte.
... Nikolai Gogols Tote Seelen leider aus folgendem Grunde unveröffentlich vorliegen: der Autor verbrannte das Manuskript des zweiten Teils zehn Tage vor seinem Tod, da er es, einem religiösen Wahn verfallen, als Gotteslästerung empfand.
... Stendhal insgesamt 32 Testamente hinterließ.
... Peter Altenberg Werbetexte für Abführmittel verfasst hat.
... sowohl Graham Greene als auch Ian Fleming und John Le Carré vor ihrer Karriere als Schriftsteller für Geheimdienste gearbeitet haben.
... Jules Verne, der berühmte Verfasser großer Abenteuerromane, mit elf Jahren bereits heimlich per Schiff nach Indien ausreißen wollte, was jedoch von seinem Vater schließlich noch verhindert wurde. Verne befand sich aber bereits auf dem Schiff.
... sich Thomas Bernhard aufgrund einer Ungeschicklichkeit beim Zersägen eines Baumes auf seinem Bauernhof einmal fast das Bein mit einer Motorsäge abgeschnitten hätte. Er trug bei dem Unfall eine tiefe Schnittwunde davon.
... Karl Kraus im Ersten Weltkrieg anstatt der zensurierten Stellen in der Fackel einfach leere Stellen stehen ließ, was ihm später ebenfalls verboten wurde.
... Alexandre Dumas kurzerhand einen Stotterer in einen Roman einfügte, als der Herausgeber jener den Roman erstveröffentlichenden Zeitung beschloss, ihn nach der Anzahl der Silben zu bezahlen.
Dies und vieles vieles mehr von dieser Art könnt ihr wie gesagt in diesem schönen Büchlein nachlesen:
Jürgen Neckam
Das merkwürdige Leben der Literaten
Residenz Verlag
Gebunden, 144 Seiten
€4,90 [A]
Tarass - 16. Sep, 09:04




