Der Mythos des Ulysses
Immer wieder wird, scheint´s, James Joyce´ "Ulysses" als Bezugspunkt herangezogen, wenn Rezensenten ein literarisches Werk in ihren Besprechungen verorten wollen- in der Regel als mattes Flämmchen, das Lichtjahre von Joyce´ Sternenwolke entfernt mitleiderregend flackert. "Dass jetzt bloß keiner mit Joyce kommt!" lässt sich beispielsweise auch Christian Weiss in seiner Besprechung zu Michael Stavaric´ Herbstnovität "Magma" auf zeit.de vernehmen.
Der Ulysses scheint der bequeme Bezugspunkt im Unnahbaren, mittels dessen sich jedes zeitgenössische Werk ohne große Umstände und nach Belieben positionieren lässt. Dabei kenne ich persönlich gerade eine Person, die ihn gelesen hat. Es sind einzig die abstrakten Kommentare, dass etwas nicht an Joyce und seinen Ulysses herankomme, die implizieren, diesen (zumindest irgendwie) zu fassen.
Was haben wir nun also davon, wenn Weiss in seinem Beitrag mal zwischendurch den Joyce beschwört? Es wirkt, wie ich finde, zumindest zusammenhanglos und deplaziert. Darum ist ist sein sogearteter "Versuch", etwas über das besprochene Buch auszusagen, vielleicht am besten mit seinen eigenen Schlussworten zu kommentieren: "Schlau wird der Leser nicht daraus".
Der Ulysses scheint der bequeme Bezugspunkt im Unnahbaren, mittels dessen sich jedes zeitgenössische Werk ohne große Umstände und nach Belieben positionieren lässt. Dabei kenne ich persönlich gerade eine Person, die ihn gelesen hat. Es sind einzig die abstrakten Kommentare, dass etwas nicht an Joyce und seinen Ulysses herankomme, die implizieren, diesen (zumindest irgendwie) zu fassen.
Was haben wir nun also davon, wenn Weiss in seinem Beitrag mal zwischendurch den Joyce beschwört? Es wirkt, wie ich finde, zumindest zusammenhanglos und deplaziert. Darum ist ist sein sogearteter "Versuch", etwas über das besprochene Buch auszusagen, vielleicht am besten mit seinen eigenen Schlussworten zu kommentieren: "Schlau wird der Leser nicht daraus".
Tarass - 9. Jan, 08:08




