Die Schrecken des Eises und der Finsternis
Roman von Christoph Ransmayr
Viel treffender als mit folgenden Worten des Fischerverlags und der FAZ, die man am Rücken der Taschenbuchausgabe findet, lässt sich, finde ich, Christoph Ransmayrs Roman nicht vorstellen:
"Im Zentrum dieses vielschichtigen Abenteuerromans steht das Schicksal einer österreich-ungarischen Nordpolexpedition in den Jahren 1872 bis 1874. Das Drama dieser historischen Eismeerfahrt wird kunstvoll verknüpft mit der fiktiven Geschichte eines jungen Italieners, der, getrieben von einem leidenschaftlichen Interesse für die Hinterlassenschaft dieser Expedition, ein Jahrhundert später in die Arktis aufbricht und in den Gletscherlandschaften Spitzbergens verschwindet." (Fischer TB Verlag)
"Ransmayr macht die Spurensuche zu einem intellektuellen Abenteuer, das die herkömmlichen Entdeckerromane harmlos aussehen lässt." (FAZ)
Beim Lesen der "Schrecken des Eises und der Finsternis" erweist sich Christoph Ransmayr dann tatsächlich mit eindrucksstarken Schilderungen -etwa der Qualen, die die Mannschaft der Tegettoff während hunderter Tage im Eis ausstehen muss- als großer Könner in der Kunst, von Abenteuer, Wildnis und Weite zu erzählen und den Leser so selbst (in Gedanken) auf Reisen gehen zu lassen- wenngleich es sich freilich, wie George Washington de Long im 19 Jahrhundert schrieb, doch wahrscheinlich folgendermaßen verhält: Sicher, eine Überwinterung im Packeis ist dann unterhaltend, wenn man zu Hause am Kaminfeuer davon liest, doch sie wirklich durchzumachen ist eine Prüfung, die einen Menschen vorzeitig altern lassen kann.
Ransmayr selbst hat aus seiner ursprünglichen Tätigkeit als Reporter heraus begonnen, Prosa zu schreiben- indem er die epischen Möglichkeiten der Form der Reportage vor[führt] (Fischer Verlag). Auch Reisen dienten und dienen ihm als Inspiration. In seine Prosa geht denn viel von dem, was er gesehen, worüber er berichtet hat, ein. Er widmet sich seinen Protagonisten und seinen oft exotischen Schauplätzen mit viel Hinwendung, und -so scheint es- Detailtreue und Korrektheit.
Das Buch ist unter anderem in einer sehr schön gestalteten Taschenbuchausgabe, ausgestattet mit historischen Aufnahmen, Auszügen aus den Aufzeichnungen der Expeditionsteilnehmer und Illustrationen, die gelegentlich an jene in Jules-Verne-Romanen erinnern, erhältlich. Ebenso ist es recht günstig als Hörbuch (Autorenlesung) in der Serie "GEO Hörwelten" erhältlich.
Christoph Ransmayr
Die Schrecken des Eises und der Finsternis
€ 9,2 [A], 288 Seiten, Broschur
Fischer Taschenbuch Verlag
Die Schrecken des Eises und der Finsternis (Hörbuch)
GEO HÖRWELTEN - Weit draußen
Gesprochen von Christoph Ransmayr
6CD, € 12,95 [A]
Hörprobe
... und in die passende Austellung zum Buch ...
Wer, durch diese literarische Reise nach "Weit draussen" angeregt, dann den Wunsch nach einer tatsächlichen Unternehmung verspürt, für den/die bietet sich thematisch passend bis Ende März 09 noch ein Besuch Austellung "Zauber der Ferne" im Wienmuseum an. An Sonntagen sollte solch ein Besuch übrigens laut Homepage nichts kosten.
Viel treffender als mit folgenden Worten des Fischerverlags und der FAZ, die man am Rücken der Taschenbuchausgabe findet, lässt sich, finde ich, Christoph Ransmayrs Roman nicht vorstellen:
"Im Zentrum dieses vielschichtigen Abenteuerromans steht das Schicksal einer österreich-ungarischen Nordpolexpedition in den Jahren 1872 bis 1874. Das Drama dieser historischen Eismeerfahrt wird kunstvoll verknüpft mit der fiktiven Geschichte eines jungen Italieners, der, getrieben von einem leidenschaftlichen Interesse für die Hinterlassenschaft dieser Expedition, ein Jahrhundert später in die Arktis aufbricht und in den Gletscherlandschaften Spitzbergens verschwindet." (Fischer TB Verlag)
"Ransmayr macht die Spurensuche zu einem intellektuellen Abenteuer, das die herkömmlichen Entdeckerromane harmlos aussehen lässt." (FAZ)
Beim Lesen der "Schrecken des Eises und der Finsternis" erweist sich Christoph Ransmayr dann tatsächlich mit eindrucksstarken Schilderungen -etwa der Qualen, die die Mannschaft der Tegettoff während hunderter Tage im Eis ausstehen muss- als großer Könner in der Kunst, von Abenteuer, Wildnis und Weite zu erzählen und den Leser so selbst (in Gedanken) auf Reisen gehen zu lassen- wenngleich es sich freilich, wie George Washington de Long im 19 Jahrhundert schrieb, doch wahrscheinlich folgendermaßen verhält: Sicher, eine Überwinterung im Packeis ist dann unterhaltend, wenn man zu Hause am Kaminfeuer davon liest, doch sie wirklich durchzumachen ist eine Prüfung, die einen Menschen vorzeitig altern lassen kann.
Ransmayr selbst hat aus seiner ursprünglichen Tätigkeit als Reporter heraus begonnen, Prosa zu schreiben- indem er die epischen Möglichkeiten der Form der Reportage vor[führt] (Fischer Verlag). Auch Reisen dienten und dienen ihm als Inspiration. In seine Prosa geht denn viel von dem, was er gesehen, worüber er berichtet hat, ein. Er widmet sich seinen Protagonisten und seinen oft exotischen Schauplätzen mit viel Hinwendung, und -so scheint es- Detailtreue und Korrektheit.
Das Buch ist unter anderem in einer sehr schön gestalteten Taschenbuchausgabe, ausgestattet mit historischen Aufnahmen, Auszügen aus den Aufzeichnungen der Expeditionsteilnehmer und Illustrationen, die gelegentlich an jene in Jules-Verne-Romanen erinnern, erhältlich. Ebenso ist es recht günstig als Hörbuch (Autorenlesung) in der Serie "GEO Hörwelten" erhältlich.
Christoph Ransmayr
Die Schrecken des Eises und der Finsternis
€ 9,2 [A], 288 Seiten, Broschur
Fischer Taschenbuch Verlag
Die Schrecken des Eises und der Finsternis (Hörbuch)
GEO HÖRWELTEN - Weit draußen
Gesprochen von Christoph Ransmayr
6CD, € 12,95 [A]
Hörprobe
... und in die passende Austellung zum Buch ...
Wer, durch diese literarische Reise nach "Weit draussen" angeregt, dann den Wunsch nach einer tatsächlichen Unternehmung verspürt, für den/die bietet sich thematisch passend bis Ende März 09 noch ein Besuch Austellung "Zauber der Ferne" im Wienmuseum an. An Sonntagen sollte solch ein Besuch übrigens laut Homepage nichts kosten.
Tarass - 2. Jan, 00:39




