Ensemble des Wiener Fin de siècle

In der nunmehr bereits 40 Titel umfassenden "Serie Josefstadt" finden sich fünf Stücke Arthur Schnitzlers- von frühen Werken wie der Liebelei und eines bühnenadaptierten Leutnant Gustl bis hin zu Das Wort, einem Fragment aus dem Nachlass.
All diesen Stücken ist gemeinsam: eine ganz besondere Ästhetik, die in Bühnenbild, Ausdruck und Schauspiel, kraftvoll zur Geltung kommt und ganz "dem Schnitzler von früher" verschrieben scheint- getragen von einem "schnitzler-erprobten" Bühnenteam und Schauspielensemble (besonders jenes der 60er Jahre nennt die Josefstadt selbst gern legendär).
Damit ist auf der Bühne der Josefstadt in den Jahren ´62 bis ´87 für Liebhaber eine durchaus homogene kleine DVD-Kollektion eines "klassischen Schnitzlers", wie man ihn auf den Bühnen der Gegenwart und Zukunft vielleicht nicht mehr sehen wird, gediehen und erhalten geblieben. Kostüme und Mobiliar, Gesten und Redewendungen, Klavierspiel und Pfeifenrauch sind alle im Stile eines (zugegeben etwas konservativen Theaters) den Originalen bis ins Detail, bis hin zur Authenzität verschrieben. Schmucke Stücke echten nostalgischen alten Wiener Historien-Theaters, wie ich finde.
■ Der einsame Weg (1904, aufgeführt 1962)
■ Liebelei (1895, aufgeführt 1968)
■ Das Wort (aus dem Nachlass,aufgeführt 1969)
■ Leutnant Gustl (1900, aufgeführt 1979)
■ Professor Bernhardi (1912, aufgeführt 1987)
Die Schauspieler
Zum "Ensemble des Fin de siècle", wie ich es in der Überschrift nenne, gehören sowohl Ensemblemitglieder der Josefstadt wie auch Gäste von anderen Theatern. Um einige Namen zu nennen und Gesichter (der oft schon Verblichenen) zu zeigen: Leopold Rudolf, Marianne Nentwich, Hans Holt, Kurt Sowinetz, Vilma Degischer, Michael Degen ... (v.l.n.r)
Grafik: Cover zu Carl. E Schorske: Fin de siècle Vienna: Politics and Culture
Tarass - 30. Dez, 23:56




