Dracula- Das Leben des Fürsten Vlad Ţepeş
Nach der historischen Person hinter "Dracula" forscht Hans-Peter Märtin in seinem Buch "Dracula- Das Leben des Fürsten Vlad Ţepeş". Er findet diese Person in eben jenem walachischen Woiwoden Vlad Draculea bzw. auch Vlad Ţepeş (Vlad dem Pfähler).
Man sollte sich von der Lektüre des Buches keine mythischen Fledermaus-Gruselgeschichten erwarten. Es handelt sich um ein historisches Sachbuch- allerdings ein ebenso unterhaltsames wie interessantes. Der Großteil des Buches handelt vom Schicksal der Walchachei um das Jahr 1400 herum. Zwischen den großen Christenreichen Ungarn und Polen und dem expansiven Osmanischen Reich gelegen, war es für die Fürsten der Walachei zu dieser Zeit stets schwer, Autonomie zu behaupten. Die walachischen Herrscher taktierten mit diplomatischen Manövern, und schlugen sich mal auf diese, mal auf jene Seite, um die Unabhängigkeit des Fürstentums zu erhalten. Einzig Vlad der Pfähler geht -sowohl innen wie außenpolitisch- auf keine Kompromisse ein. Er regiert das Land mit Schrecken, und seine Herrschaft äußert sich in ausgesuchten, kompromissloser Grausamkeit. Leser, die ein langweiliges Buch befürchten, werden vom Gegenteil überzeugt werden. Zwar sollte man doch historisch interessiert sein, doch wird am "Beispiel Dracula [schnell] deutlich, um wieviel spannender als die Fiktion die Realität [-ob nun die vampirgläubigen walachischen Bräuche oder die Taten des Vlad Ţepeş selbst-] sein kann" (Ernst Piper).
Abschließend stellt Märtin dann die Zusammenhänge zwischen dem Leben des Fürsten Vlad Ţepeş und dem "Mythos Dracula" (vor allem seiner literarischen Umsetzung durch Bram Stoker) her. Vieles mag dabei zu Entstehung des Mythos beigetragen haben: sei es der "klassische" Vampirglauben, der eben besonders stark in Transsilvanien grassierte), die einzigartige Grausamkeit des Fürsten oder der ursprüngliche Beiname des Vlad ("Draculea": des Drachen, des Teufels) und dergleichen mehr.
Ralf-Peter Märtin
Dracula- Das Leben des Vlad Ţepeş
Wagenbach Taschenbuch
Man sollte sich von der Lektüre des Buches keine mythischen Fledermaus-Gruselgeschichten erwarten. Es handelt sich um ein historisches Sachbuch- allerdings ein ebenso unterhaltsames wie interessantes. Der Großteil des Buches handelt vom Schicksal der Walchachei um das Jahr 1400 herum. Zwischen den großen Christenreichen Ungarn und Polen und dem expansiven Osmanischen Reich gelegen, war es für die Fürsten der Walachei zu dieser Zeit stets schwer, Autonomie zu behaupten. Die walachischen Herrscher taktierten mit diplomatischen Manövern, und schlugen sich mal auf diese, mal auf jene Seite, um die Unabhängigkeit des Fürstentums zu erhalten. Einzig Vlad der Pfähler geht -sowohl innen wie außenpolitisch- auf keine Kompromisse ein. Er regiert das Land mit Schrecken, und seine Herrschaft äußert sich in ausgesuchten, kompromissloser Grausamkeit. Leser, die ein langweiliges Buch befürchten, werden vom Gegenteil überzeugt werden. Zwar sollte man doch historisch interessiert sein, doch wird am "Beispiel Dracula [schnell] deutlich, um wieviel spannender als die Fiktion die Realität [-ob nun die vampirgläubigen walachischen Bräuche oder die Taten des Vlad Ţepeş selbst-] sein kann" (Ernst Piper).
Abschließend stellt Märtin dann die Zusammenhänge zwischen dem Leben des Fürsten Vlad Ţepeş und dem "Mythos Dracula" (vor allem seiner literarischen Umsetzung durch Bram Stoker) her. Vieles mag dabei zu Entstehung des Mythos beigetragen haben: sei es der "klassische" Vampirglauben, der eben besonders stark in Transsilvanien grassierte), die einzigartige Grausamkeit des Fürsten oder der ursprüngliche Beiname des Vlad ("Draculea": des Drachen, des Teufels) und dergleichen mehr.
Ralf-Peter Märtin
Dracula- Das Leben des Vlad Ţepeş
Wagenbach Taschenbuch
Tarass - 4. Okt, 13:38




