Der Meister des jüngsten Tages
Als "magischen Realisten" bezeichnet Daniel Kehlmann den österreichischen Schriftsteller Leo Perutz. Nach dem Lesen seines Romans "Der Meister des jüngsten Tages" ist mir nun die Bedeutung dieser Wörter, ist mir ihre Aussage deutlich geworden. Und mir ist klar geworden, dass Perutz in diesem fesselnden Roman auf meisterhafte Weise Magie und Realismus zusammenführt.
Eingebettet in eine Kriminalgeschichte um eine Reihe rätselhafter Selbstmorde dringt der Autor in Tiefen der menschlichen Seele vor, in denen das Magische und Mysteriöse Realität wird. "Wir alle sind Gebilde, die dem großen Willen des Schöpfers mißlungen sind. Wir tragen einen furchtbaren Feind in uns und ahnen es nicht. Er regt sich nicht, er schläft, er liegt wie tot. wehe, wenn er zum Leben erwacht! Möge niemals wieder ein menschliches Auge die Farbe Drometenrot erblicken, die ich gesehen habe, ja, Gott helfe mir, ich habe sie gesehen- ".
"Der Meister des jüngsten Tages" ist, um es auf den Punkt zu bringen, ein Buch, das für mich zu den fesselndsten zählt, ein virtuos erzähltes, virtuos ausgeführtes Meisterwerk. Durch unglückliche Umstände ist dieses Buch, ist dieser Autor leider in der unruhigen ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts etwas in Vergessenheit geraten, sodaß man es leider (zu Unrecht!) in Kompendien wie etwa Peter Boxalls "1001 Bücher, die sie gelesen haben sollten, bevor das Leben vorbei ist" vermisst.
Eingebettet in eine Kriminalgeschichte um eine Reihe rätselhafter Selbstmorde dringt der Autor in Tiefen der menschlichen Seele vor, in denen das Magische und Mysteriöse Realität wird. "Wir alle sind Gebilde, die dem großen Willen des Schöpfers mißlungen sind. Wir tragen einen furchtbaren Feind in uns und ahnen es nicht. Er regt sich nicht, er schläft, er liegt wie tot. wehe, wenn er zum Leben erwacht! Möge niemals wieder ein menschliches Auge die Farbe Drometenrot erblicken, die ich gesehen habe, ja, Gott helfe mir, ich habe sie gesehen- ".
"Der Meister des jüngsten Tages" ist, um es auf den Punkt zu bringen, ein Buch, das für mich zu den fesselndsten zählt, ein virtuos erzähltes, virtuos ausgeführtes Meisterwerk. Durch unglückliche Umstände ist dieses Buch, ist dieser Autor leider in der unruhigen ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts etwas in Vergessenheit geraten, sodaß man es leider (zu Unrecht!) in Kompendien wie etwa Peter Boxalls "1001 Bücher, die sie gelesen haben sollten, bevor das Leben vorbei ist" vermisst.
Tarass - 20. Mrz, 08:41




