Professor Bernhardi
Drama von Arthur Schnitzler
Ich muss sagen, dass ich an diesem Stück Arthur Schnitzlers wirklich außerordentlichen Gefallen gefunden habe, und dass mir erst dadurch Aspekte an diesem Autor klar vor die Augen getreten sind, die ich bisher nicht sah. Er bringt hier nicht nur schonungslos Kritik an einer unehrlichen, intriganten und selbstherrlichen Gesellschaft auf die Bühne, sondern wirft Licht in deren unausgesprochene Tiefen - und ins Innere ihrer Menschen, in denen die Verderbtheit des Ganzen ihren Widerhall findet. Er tut dies, indem er verschiedene äußerst klar gezeichnete Charaktere in einem wirren Geflecht moralischer und politischer Auseinandersetzungen und Intrigen verstrickt. Und so wundert mich nicht, dass Sigmund Freud anläßlich dessen sechzigsten Geburtstages an seinen Kollegen Arthur Schnitzler schrieb: "Ja ich glaube, im Grunde Ihres Wesens sind sie ein psychologischer Tiefenforscher, so ehrlich unparteiisch und unerschrocken wie nur je einer war, und wenn Sie das nicht wären, hätten Ihre künstlerischen Fähigkeiten, Ihre Sprachkunst und Gestaltungskraft, freies Spiel gehabt und Sie zu einem Dichter weit mehr nach dem Wunsch der Menge gemacht..."
Übrigens kann man dieses Stück nicht nur als Buch genießen!
Es ist ebenso [erhältlich als ...] wunderbare Inszenierung des Theaters in der Josefstadt von 1988 mit wunderbarem Bühnenbild und einem grandios spielenden Herrenensemble! Eine meiner absolut liebsten Inszenierungen!
Ich muss sagen, dass ich an diesem Stück Arthur Schnitzlers wirklich außerordentlichen Gefallen gefunden habe, und dass mir erst dadurch Aspekte an diesem Autor klar vor die Augen getreten sind, die ich bisher nicht sah. Er bringt hier nicht nur schonungslos Kritik an einer unehrlichen, intriganten und selbstherrlichen Gesellschaft auf die Bühne, sondern wirft Licht in deren unausgesprochene Tiefen - und ins Innere ihrer Menschen, in denen die Verderbtheit des Ganzen ihren Widerhall findet. Er tut dies, indem er verschiedene äußerst klar gezeichnete Charaktere in einem wirren Geflecht moralischer und politischer Auseinandersetzungen und Intrigen verstrickt. Und so wundert mich nicht, dass Sigmund Freud anläßlich dessen sechzigsten Geburtstages an seinen Kollegen Arthur Schnitzler schrieb: "Ja ich glaube, im Grunde Ihres Wesens sind sie ein psychologischer Tiefenforscher, so ehrlich unparteiisch und unerschrocken wie nur je einer war, und wenn Sie das nicht wären, hätten Ihre künstlerischen Fähigkeiten, Ihre Sprachkunst und Gestaltungskraft, freies Spiel gehabt und Sie zu einem Dichter weit mehr nach dem Wunsch der Menge gemacht..."
Übrigens kann man dieses Stück nicht nur als Buch genießen!
Es ist ebenso [erhältlich als ...] wunderbare Inszenierung des Theaters in der Josefstadt von 1988 mit wunderbarem Bühnenbild und einem grandios spielenden Herrenensemble! Eine meiner absolut liebsten Inszenierungen!
Tarass - 31. Okt, 19:44




