Ein trüber Nachmittag ...
(oder: Kleine Lobrede auf das Wiener Kaffeehaus)
Ich sitze im Café Eiles. Auf dem Weg hierher ließ ich meine Gedanken schweifen, aus den regennassen Strassen Wiens dorthin, wo ich in Kürze sein würde - nun bin. Ich freute mich darauf, dass ich -ich habe heute Abend noch einiges zu lernen- dem Regen, dem Trubel, dem Lernen entronnen, eine eigene kleine Welt betreten würde, und mir kamen Goethes Worte in den Sinn, die ich irgendwo einmal gelesen habe: "Es ist doch lange hergebracht/dass man in der großen Welt/ sich kleine Welten schafft".
Und dieses Kaffeehaus hier ist heute Nachmittag eine solche kleine Welt für mich: Sie ist schön mit ihren beige-braunen Wänden, ihren Zeitungen und Topfenstrudeln, ihrem Kaffeetassengeklimper und ihren Tischgesprächen. Schön mit ihren schwarzbefrackten Kellnern, ihren höflichen Freundlichkeiten und ihrem "So- a Melange, bitte sehr". Ein kleine Welt, in der ich, einen Kaffee am Tisch, vielleicht auch ein Buch in der Hand, gerne bin. In die die Leute kommen, um sich ihren Musen zu widmen und in der die Uhren vielleicht wirklich -wie man so sagt- ein bisschen anders gehen.
Ja, es stimmt schon, draußen ist´s anders. Vielleicht werde ich noch etwas hierbleiben ...
Ich sitze im Café Eiles. Auf dem Weg hierher ließ ich meine Gedanken schweifen, aus den regennassen Strassen Wiens dorthin, wo ich in Kürze sein würde - nun bin. Ich freute mich darauf, dass ich -ich habe heute Abend noch einiges zu lernen- dem Regen, dem Trubel, dem Lernen entronnen, eine eigene kleine Welt betreten würde, und mir kamen Goethes Worte in den Sinn, die ich irgendwo einmal gelesen habe: "Es ist doch lange hergebracht/dass man in der großen Welt/ sich kleine Welten schafft".
Und dieses Kaffeehaus hier ist heute Nachmittag eine solche kleine Welt für mich: Sie ist schön mit ihren beige-braunen Wänden, ihren Zeitungen und Topfenstrudeln, ihrem Kaffeetassengeklimper und ihren Tischgesprächen. Schön mit ihren schwarzbefrackten Kellnern, ihren höflichen Freundlichkeiten und ihrem "So- a Melange, bitte sehr". Ein kleine Welt, in der ich, einen Kaffee am Tisch, vielleicht auch ein Buch in der Hand, gerne bin. In die die Leute kommen, um sich ihren Musen zu widmen und in der die Uhren vielleicht wirklich -wie man so sagt- ein bisschen anders gehen.
Ja, es stimmt schon, draußen ist´s anders. Vielleicht werde ich noch etwas hierbleiben ...
Tarass - 23. Okt, 18:46




