Dienstag, 20. November 2007

Selbstverfasste, ausgewählte Gedichte

Diese Rubrik soll dazu dienen, ausgewählte Gedichte junger Lyriker -also vielleicht auch eurer!- vorzustellen. Herbei Herbei!

Auf den Blogs von 7an, Tschokie und Flominhio findet ihr darüber hinaus Gedichte und Gedanken dieser jungen Menschen.
Tarass - 25. Sep, 10:22

Na gut - um also das Eis zu brechen werfe ich nun ein paar eigenen meiner Fabrikate in die Schlacht!
Zum Ausdruck bringst du eine
and´re Welt
Sie strahlt durch dich in meine Augen
gleich einer Ahnung
- und gefällt.

Du bist an mir vorbeigegangen
Ich denke du
bemerktest meiner nicht
Ich jedoch, ich musste denken:
Meine Sehnsucht - meint sie dich?
Vernunft und Gedanken

Vernunft und Gedanken sind doch so fürchterlich schwer
Und ich trug sie so lange mit mir herum.
Bis ich mich irgendwann fragte warum
Fühl´ ich mich dennoch so leer?
Das Glück im Augenblick

wenn ich nur
schon dort
wär
ich vielleicht
etwas glücklicher gewesen

was überlege ich lang?
Sich näherkommen
Ein kleines Gedicht

Auch ich kann stark sein
und hingehen zu dir.
Ach wenn ich es doch könnte ...
Dann kämst du auch zu mir?

Berenice - 25. Sep, 20:57

Herbst

Leise hör ich diese Stimmen,
flüstern ständig in mein Ohr.
Von überall und nirgendwo,
wo kommen sie nur her?

Die Blätter auf dem Boden,
tanzen wild im Wind.
Was für ein bunter Reigen,
singt ein Kinderlied.

Der Wind, streicht durch das Haar,
bläst die Sorgen weg.
Säuselt leise seinen Trost
und kühlt die Emotionen.

Wolken lassen Tränen,
weinen laut und wild.
Die Sonne will sie trösten
und summt ein leises Lied.

Sanft nimmt der Herbst die Zügel,
und leitet seinen Chor.
Rotgrüne braune Töne,
mein Herz, ihm wird ganz flau.

Berenice - 25. Sep, 21:00

Das Ende, vielleicht

Füreinander bestimmt, vielleicht
Liebe auf den ersten Blick
Herzklopfen, zarte Berührung, Geflüster
Stundenlang über Gott und die Welt reden
Lachend die rosa Brillen vergleichend
Füreinander bestimmt, vielleicht

Es hält ein Leben lang, vielleicht
Zärtliche Küsse und lange Nächte
Freuding planen wir die Zukunft
Einander auf ein Podest stellend
Keine Augen für andere
Es hält ein Leben lang, vielleicht

Alles zusammen bezwingen, vielleicht
Streit um Kleinigkeiten
Machtspiele um nichts
Misstrauen verdrängt Liebe
Angst vor dem Alleinsein
Alles zusammen bezwingen, vielleicht

Das Ende, vielleicht
Stundenlang über Gefühle sprechend
Versuchen Probleme zu lösen
Verzweiflung in den Augen
Liebe versteckt hinter Wolke 7
Das Ende, vielleicht

Tarass - 1. Okt, 21:25

Naja, n bischen Liebeskummer, n bischen Romantik, n bischen süße Träumerei ...

Dieses sei das Quäntchen Licht
Das durchs Dunkel meiner Tage
Dennoch in mein Leben bricht
Dass die Sorge, dass die Klage
Dass den Schmerz nicht nähren soll,
denn ich ertrage nicht zu denken:
"Wie vermiss ich dich!"
Ein Gedicht mit Motto:

Nehmet die Blumen des Lebens fröhlich, so wie sie der Augenblick gibt, und forscht nicht nach den Wurzeln im Grunde, denn drunten ist es freudlos und still." J. v. Eichendorff

Wird das, was ich mir ersehne
Jemals kommen, vielmehr
kann nicht alles jene
Dass in Sehnsucht ich ersann
Täuschung sein und Trug und Schatten,
da, das Herz zu irritier´n?
Schmerzen sie nicht, diese Worte:
Hin, nur hin zu dir? Geraten
Wir durch sie an bess´re Orte?

Dennoch - ich will Hoffnung wahren,
will den Glauben nicht verlier´n
Und inzwischen - oh, erlaube
will ich mich gut amüsier´n.
Wollt ich, dass ich dich gefunden?
Dass nicht Sehnsucht wach mich hält?
Dass nicht Hoffnung, nicht Erwartung
Ahnungsvoll dein Sein bekunden?

Wollt ich denn das Rätsel kennen?
Wär´s nicht besser wenn hinan
Ahnungsvoll in jeder Schönen
Süße Lieb´ ich ahnen kann?

- Nein, eigentlich nicht.
Er zieht durch Leben weite Kreise
Einsam wandernd durch die Welt
Kein zurück! Nein, er
er wagt´s auf seine Weise
denn sein Wunsch ist, dass er fällt.
Ob wohl gerad´

Ob wohl gerad´
an mich sie denkt?
Ob wohl auch
ihr Gedanke um mich kreist?
Sich mit Bedacht vorwagt, ja
in die Zukunft reist?
Ob sie wohl auch zu hoffen wagt,
ob unruhig sie sich fragt was kommen mag?
Oder ob niemals sie gedacht an mich seit jenem Tag?

Berenice - 1. Okt, 21:51

Wunderschöne, ansprechende Werke!
Tarass - 1. Okt, 22:53

Danke schön :)
Berenice - 2. Okt, 14:40

Zweisamkeit

Die Sonne küsst die Erde
und der Himmel errötet aus Scham.
Zirpend bricht der Abend herein
und der Mond begrüßt die Sterne.

Eine Kerze erhellt den Raum,
wirft unsere Schatten an die Wand.
Langsam begegnen sich unsere Körper,
Hände auf Entdeckungsreise.

Wild tanzen unsere Zungen
einen leidenschaftlichen Tango.
Sich fallen lassen,
in die Arme des anderen.

Den anderen spüren,
um, auf, in sich.
Im selben Rhythmus,
schneller werdend.

Schweiß auf der Haut,
Hitze in der Luft.
Die Sinne geschärft,
den Höhepunkt erreichend.

Liebend getroffen,
liebend vereint.
Langsam einschlafen,
im Bewusstsein des anderen.

Tarass - 10. Okt, 19:30

Diese letzte Strophe gefällt mir wirklich ausserordentlich gut !
tschokie - 3. Okt, 12:51

Verlassen Gelassen

Ich bin verlassen
Gelassen allein
Und niemand erkennt mich
Mein irdenes Sein,
Ein Mantel nichts weiter,
Doch darunter ICH
So bin ich geworfen,
Habe wenigstens MICH

tschokie - 3. Okt, 13:35

Haiku: Meer

Ich treibe im Meer
Trägt es mich zum goldnen Strand?
Bin ich ihm zu schwer?

Tarass - 4. Okt, 19:17

Herr Lustig hat alles satt. Sein Leben hängt ihm zum Halse heraus. So ruft er:
Ich hab genug
Mir ist zum schrei´n
Nie wieder will ich Lustig sein.

tschokie - 8. Okt, 11:31

Gem-einsam

Gemeinsam, niemals einsam;
Hand in Hand durchs Märchenland;
Versprochen und doch gebrochen.

Gemeinsam, versprochen, Hand in Hand;
Nun einsam, zerbrochen mein Märchenland.

Tarass - 15. Okt, 18:01

Erste Elegie

Was vermag mir dieses Dasein noch
(zu sein)
und
will ich mich noch daran halten, wenn,
was ich ersehne,
mir nicht gegeben scheint?
Oh alles Leben ist Sehnen nach Unendlichkeit
Und ich selbst
Verberge mich vor mir
Und meiner Wahrheit, die tiefre Wahrheit ist als
All mein Sein (denn Sein ist Fassade)

Was Wesen ist in mir und Kraft
Vermag ich es zu leben? Voll von
Angst vor Blendung hüte ich und
Berge es in meinem Innersten, wo seine Glut,
genährt von tausend Tagen,
ihr fressend Werk vollbringt, indem sie ist.

Oh nein! - und wagte ich zu ahnen was
wir wirklich sind - wie könnten wir es sein?
Wer vermag sich selbst
Zu tragen? Wen blendete und irrte nicht dies
Spiel aus tausend Kräften, das wir sind?

Ja, denn was Wesen ist in uns und Kraft mag
nicht allein geborgen sein im Innersten-

Denn so ist Leben, keine Unterschiede kennt
in seinen Kindern jener Stern, der, tausend Farben leuchtend
sich seinem S e i n ergeben hat. Ihm
ist Alles, denn er ist Leben-
er vermags zu sein.

Kann denn auch ich dem Sterne gleich
erglühen?
Was vermag mir dieses matte Sein?
Was vermögen tausend Flüsse dem
der an sich selber dürstet?

Tarass - 23. Nov, 22:08

Traumbild

23.11.2007

Tausend Blüten treibt die Welt
Tausendfacher Schlummer
Tausendfach ins Licht gestellt
Tausendfacher Kummer
Tausend Stunden bleiben mir
Dieses Sein ist meines
Es zu trinken, dieser Mensch zu sein es
soll mein Sinn mir sein.
Tausend Blicke will ich tun
Sieh! Die Augenblicke sind mir
Chance, sind Gelegenheit
Mit jedem Tage neigt sich
meine, deine Zeit.

Berenice - 23. Nov, 23:01

Schön zu Ende gebracht :-)
Tarass - 24. Nov, 09:33

: )
Tarass - 1. Sep, 00:27

Skizze

Aus dunklen Stunden dringt
mir all mein schreibend Schaffen
Momente ohne Ziel, des
Herzens Blut zu fassen
drängt mich mein Wesen hin

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